„Ich kann. Ich will. Ich werde.“ – Starker „Tag der Gerungser Bäuerinnen“
Gruppenfoto:
V.l. hinten: Rafael Graf (GF ReinSaat), Vizebgm. Josef Maurer, Sabine Kronberger (Autorin/Medienprofi), Gerhard Schmid (Filialleiter LH Groß Gerungs), Direktorin Michaela Bauer-Windischhofer (LBZ Edelhof), Bernhard Prock (NÖ Vers.), Bezirksbäuerin Renate Braunsteiner, Jakob Hohl (NÖ Vers.), Gebietsbäuerin Gisela Paulnsteiner, Erich Fuchs (Obmann LH), Silvia Hörmann, Kammerobmann-Stv. Rupert Edinger (BBK Zwettl), Claudia Auer, Alexandra Kienmeier, Brigitte Rametsteiner, Monika Lair, Maria Hahn, Kammerobmann Dietmar Hipp (BBK Zwettl), Michaela Böhm-Gundacker
1. Reihe, v.l.: Sissi Schübl, Adriana Tüchler, Anna Maurer, Andrea Prinz, Andrea Jank
Gebietsbäuerin Gisela Paulnsteiner begrüßte zahlreiche Ehrengäste und spannte sogleich den Bogen zum heurigen Jahr 2026, dem Internationalen Jahr der Bäuerin, das die zentrale Rolle und die vielfältigen Leistungen der Frau in der Landwirtschaft sichtbar macht. Gleichzeitig feiern die Bäuerinnen heuer „50 Jahre“. Errungenschaften, die heute selbstverständlich erscheinen, mussten damals hart erkämpft werden: Erst 1982 wurde der gesetzliche Mutterschutz für Bäuerinnen geschaffen, 1991 folgte das Karenzgeld, 1992 etwa die Einführung der Bäuerinnenpension.
Höhepunkt des Nachmittags war die energiegeladene und wortgewaltige Keynote von Sabine Kronberger, Autorin, Moderatorin und Medien-Profi. „Werdet sichtbar – gerade das Internationale Jahr der Bäuerin sollten wir hier voll auskosten.“ Denn Frauen würden sich oft zu klein machen, dabei liege ihre große Stärke im Miteinander und Zusammenhalt. Offen thematisierte sie auch ihre Lebenskrisen, aber mit „Ich kann. Ich will. Ich werde.“ sei man zu allem fähig – gerade dann, wenn das Leben herausfordernd ist. Sie ermutigte Frauen, veraltete Glaubenssätze zu überdenken, manches getrost über Bord zu werfen und sich zu trauen, neu auszurichten – bestmöglich selbstbestimmt und unabhängig. Ihre Botschaft: „Es ist nie zu spät, für seine Träume einzustehen und sein ›Passend‹ zu finden.“
Einen mutigen Weg beschritt auch Birgit Dawa, die mit der Gründung der Tagesstätte „Immergrün“ in Arbesbach ein neues Angebot für ältere Menschen geschaffen hat. Sie stellte ihr Projekt vor: „Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, Pflege breit aufzustellen!“
Abgerundet wurde das Programm durch die Vorstellung des LBZ Edelhof durch Direktorin Michaela Bauer-Windischhofer sowie die Firma ReinSaat, die mit rund 850 samenfesten Bio-Sorten Einblicke in ihre gelebte Vielfalt bot.





