50 Jahre Bäuerinnen NÖ: Starke Wurzeln, lebendige Gemeinschaft und Zukunft im Blick
„50 Jahre Bäuerinnen Niederösterreich stehen für unzählige Frauen, die mit Mut, Wissen und Tatkraft Verantwortung übernehmen und etwas bewegen – in ihren Betrieben, ihren Familien und weit darüber hinaus. Gemeinsam haben wir viel erreicht und die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft entscheidend mitgestaltet. Darauf können wir stolz sein. Gleichzeitig wollen wir auch in Zukunft eine starke Stimme für Frauen sein, neue Perspektiven eröffnen und unsere Regionen aktiv mitgestalten“, Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger.
50 Jahre Engagement, das Wirkung zeigt
Schon vor der offiziellen Gründung setzten sich engagierte Bäuerinnen für ihre Interessen und die Stärkung der Frauen in der Landwirtschaft ein. Mit der Gründung der ARGE Bäuerinnen im Jahr 1976 erhielt dieses Engagement eine gemeinsame organisatorische Basis. Seither haben die Bäuerinnen wichtige gesellschaftliche und agrarpolitische Entwicklungen mitgestaltet, sich für die Anliegen der Frauen eingesetzt und deren Möglichkeiten zur Weiterbildung, Interessenvertretung und Mitbestimmung kontinuierlich erweitert. „Unsere Bäuerinnen sind starke Gestalterinnen des ländlichen Raums. Sie sichern mit ihrer Arbeit die Zukunft unserer Landwirtschaft, übernehmen Verantwortung in ihren Gemeinden und halten unsere Regionen lebendig. Seit 50 Jahren zeigen sie, was mit Zusammenhalt, Eigeninitiative und Innovationskraft möglich ist. Diese Stärke brauchen wir auch für die Herausforderungen von morgen“, erklärte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
Insbesondere in der landwirtschaftlichen Interessenvertretung und Bildungsarbeit setzen die Bäuerinnen seit fünf Jahrzehnten wichtige Akzente. Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, würdigte die Leistungen: „Die Bäuerinnen sind eine tragende Kraft unserer Landwirtschaft und eine unverzichtbare Stimme in der Interessenvertretung. Sie bringen fachliche Kompetenz, neue Ideen und unterschiedliche Perspektiven ein. Gleichzeitig leisten sie mit ihrer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Beitrag dazu, das Verständnis für die heimische Landwirtschaft in der Gesellschaft zu stärken. Dieses Engagement ist ein großer Gewinn für unsere bäuerlichen Betriebe und den gesamten ländlichen Raum.“
Ein starkes Netzwerk, das weit über die Landwirtschaft hinauswirkt
Heute sind die Bäuerinnen Niederösterreich eine lebendige Gemeinschaft, die allen Frauen offensteht, die den ländlichen Raum mitgestalten möchten. Mit jährlich rund 1.800 Veranstaltungen und 40.000 Teilnahmen schaffen die Bäuerinnen-Vereine Begegnungsmöglichkeiten, vermitteln Wissen und stärken das Miteinander in den Regionen. Gleichzeitig fördern sie den Austausch zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft und setzen wichtige Impulse für das Leben im ländlichen Raum. Das vielfältige Angebot reicht von fachlicher und persönlicher Weiterbildung über Gesundheitsvorsorge bis hin zu gesellschaftlichem Engagement. Der ZAMm-Lehrgang stärkt Frauen auf ihrem Weg in Führungsfunktionen, Schulaktionstage bringen Kindern die heimische Landwirtschaft näher und Angebote wie „Lebensqualität Bauernhof“ unterstützen bäuerliche Familien in herausfordernden Lebenssituationen.
Internationales Jahr der Bäuerin unterstreicht Bedeutung
Das Jubiläum fällt in ein besonderes Jahr: Die Vereinten Nationen haben 2026 zum „Internationalen Jahr der Bäuerin“ erklärt. Damit rücken die Leistungen von Frauen für die weltweite Ernährungssicherheit, die nachhaltige Entwicklung und lebendige ländliche Räume verstärkt ins öffentliche Bewusstsein.
Ein Jubiläum im Zeichen von Gemeinschaft und Zukunft
Die Jubiläumsveranstaltung in St. Pölten bot Gelegenheit, auf fünf bewegte Jahrzehnte zurückzublicken und gemeinsam nach vorne zu schauen. Nach einer Festmesse bildete der live übertragene Radio-Niederösterreich-Frühschoppen einen Höhepunkt der Veranstaltung. Besonders persönliche Einblicke in die Geschichte der Organisation gewährte der Jubiläumsfilm „Die Bäuerinnen Niederösterreich“. Erinnerungen und Statements langjähriger Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter machten sichtbar, wie viel in 50 Jahren durch das Engagement zahlreicher Frauen entstanden ist. Mit der anschließenden Pflanzung eines Jubiläumsbaumes wurde ein bleibendes Zeichen gesetzt. Seine Wurzeln stehen für die gewachsene Gemeinschaft und die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte, sein Wachstum für neue Ideen, Chancen und die Bereitschaft, auch künftig Verantwortung zu übernehmen.























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