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  1. Bäuerinnen in Niederösterreich
  2. Aktuelles
27.05.2026
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Gewalt erkennen, Haltung zeigen: Die Bäuerinnen NÖ setzten Zeichen für Zivilcourage im ländlichen Raum

Gewalt gegen Frauen passiert nicht nur anonym in Städten oder hinter verschlossenen Türen – sie betrifft Menschen mitten in unserer Gesellschaft, auch im ländlichen Raum. Gerade dort sind funktionierende soziale Netzwerke, Aufmerksamkeit und verantwortungsvolles Hinschauen besonders wichtig. Mit dem Webinar „Gewalt hat viele Gesichter – Zivilcourage noch mehr!“ greifen die Bäuerinnen Niederösterreich ein sensibles, aber wichtiges Thema auf und setzen damit bewusst ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit, Menschlichkeit und Zusammenhalt.

Webinar im Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 stärkt Frauen im Umgang mit Gewaltprävention und verantwortungsvollem Handeln

Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Unsicherheiten abzubauen und Frauen darin zu stärken, Warnsignale wahrzunehmen und im eigenen Rahmen unterstützend handeln zu können. In einem Webinar, das sich an Funktionärinnen und interessierte Frauen aus dem ländlichen Raum richtete, informierten Fachreferentinnen über unterschiedliche Formen von Gewalt, das Hilfssystem in Niederösterreich sowie über Möglichkeiten der Zivilcourage und der verantwortungsvollen Unterstützung Betroffener.
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Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister © Land NÖ

Sensibilisierung und Wissen schaffen Sicherheit

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister unterstreicht die Bedeutung solcher Bildungsangebote: „Gewaltprävention und Zivilcourage gehen uns alle an. Es braucht Menschen, die nicht wegsehen, sondern aufmerksam bleiben und wissen, wo Betroffene Unterstützung finden können. Gerade im ländlichen Raum leisten Organisationen wie die Bäuerinnen Niederösterreich einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung und Stärkung von Frauen.“
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Landes- und Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger © Georg Pomassl / LK Niederösterreich

Bäuerinnen als wichtige Vertrauenspersonen im ländlichen Raum

Gerade im Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 gewinnt dieses Thema zusätzlich an Bedeutung. Weltweit wird damit sichtbar gemacht, welche zentrale Rolle Frauen in der Landwirtschaft und in ländlichen Regionen übernehmen – für Familien, Betriebe, Gemeinschaften und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig macht das UN-Jahr aber auch darauf aufmerksam, dass Frauen vielfach enormen Belastungen ausgesetzt sind und Unterstützung, Sichtbarkeit und faire Rahmenbedingungen brauchen. „Bäuerinnen sind in den Regionen meist gut vernetzt, sie hören zu, erkennen Veränderungen und stehen Menschen nahe. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir hinschauen, Wissen vermitteln und Frauen stärken, damit sie im Anlassfall achtsam und verantwortungsvoll reagieren können“, betonte Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger und sagt weiter: „Gewaltprävention beginnt nicht erst dann, wenn etwas passiert ist. Sie beginnt bei Aufmerksamkeit, bei Haltung und bei der Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen.“
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Internationale Hilfezeichen - Verwenden Sie dieses Handzeichen, wenn Sie sich in einer gefährlichen Situation befinden und diskret um Hilfe von Mitmenschen bitten möchten, ohne den Täter zu alarmieren. © www.stopp-gewalt.at
Im Webinar wurde auch die eigene Rolle klar thematisiert: Niemand muss professionelle Hilfe ersetzen. Vielmehr gehe es darum, Situationen richtig einzuschätzen, Grenzen zu kennen und Betroffene an geeignete Stellen weitervermitteln zu können. Damit leisten die Teilnehmerinnen einen wichtigen Beitrag zu einem respektvollen und gewaltfreieren Miteinander im ländlichen Raum.

Die Bäuerinnenorganisation Niederösterreich versteht sich seit mittlerweile 50 Jahren als starke Gemeinschaft und Bildungsplattform für Frauen im ländlichen Raum. Mit mehr als 1.800 Veranstaltungen jährlich werden Themen aufgegriffen, die Bäuerinnen und Frauen bewegen: von Persönlichkeitsbildung über gesellschaftspolitische Fragen bis hin zu Gesundheit, Lebensqualität und sozialem Zusammenhalt.

Hilfe bei Gewalt gibt es hier:

Gewalt an Frauen ist eines der größten Probleme unserer Gesellschaft,  aber Betroffene müssen sich nicht allein gelassen fühlen. Hier finden sie  und helfende Menschen kompetente Hilfe: „
  • Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555:
    telefonische Beratung, österreichweit, rund um die Uhr, kostenlos und der direkte Draht zu Frauenhäusern oder Gewaltschutzzentren. „
  • Onlineberatung für gewaltbetroffene Frauen: haltdergewalt.at
    österreichweit, anonym, kostenlos, keine Wartezeiten „
  • Homepage Gemeinsam gegen häusliche Gewalt an Frauen: www.stopp-gewalt.at
    Schwerpunkt der Kontaktadressen Niederösterreich, kostenlos
  • Beratungstelefon Gewalt und Alter 0699 1120 0099:
    österreichweit, kostenlos „
  • Opfer-Notruf 0800 112 112:
    österreichweit, rund um die Uhr, kostenlos „
  • Männerinfo 0800 400 777:
    Krisenhelpline, österreichweit, rund um die Uhr, anonym, kostenlos „
  • Website für Kinder und Jugendliche: gewalt-ist-nie-ok.at
    Für Junge Menschen, die von (häuslicher) Gewalt betroffen sind „
  • Hilfe für Kinder und Jugendliche bei Rat auf Draht: 147 „
  • Telefonseelsorge-Notruf 142 Krisenhilfe: rund um die Uhr „
  • Polizei 133: 
    bei akuter Gewalt, Gefährdung sofort die Polizei rufen.
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